Denn heute gehört uns Deutschland und …

Titel: Denn heute gehört uns Deutschland und …

Thema: Rast in Ivalo (FIN). Marine Artillerie Abteilung 4/517 auf dem Anmarsch nach Mestersand (N).

Mit Dank an: Roland Masslich, Cuxhaven.

  • Originalgröße: 115/75 cm.
  • Technik: Acryl, Sand, Papier, Leinwand.
  • Entstanden: 2011.

Inspiration:n Auszug aus meinem Tagebuch zur Norwegenreise 2009.

 Ich kriege bei der Erkundung der Sturmbockstellung nahe Ivalo (Finnland) ein ungutes Gefühl im Magen, das wird natürlich daran liegen, dass ich heute Morgen nur 2 Schnitten Brot gegessen habe.

Dann kommt ein merkwürdiger Sand-Erdwall, tatsächlich, eine zusammengefallene Holzhütte, hier haben sie sich ausgeruht, hier war das kleine Hauptquartier. Irgendwie rieche ich hier den Tod, hier wurde gekämpft und gestorben, das habe ich auch in Iepern gefühlt. Verdammt, Ihr wolltet meinen Vater ermorden.

Dann sehe ich eine mir unbekannte merkwürdige Dose, die sieht anders aus als die anderen, die ist nicht kaputt, die nehme ich mit nach Hause, aber als ich sie aufhob war die schwer, sehr schwer und eine große Mutter war an einem Ende. Mist, das ist echter Mist, das ist eine Handgranate oder so was, nie eine gesehen, aber so etwas fühlt man, hier stinkt es. Ich lege sie vorsichtig zurück und entferne mich langsam. Dies ist kein Spaß und kein Urlaub mehr, hier will ich weg. Ich mache noch Fotos und begebe mich langsam zu meinem Wagen. Rückfahrt, ein Russe hinter mir, ein Lastwagen, der wie der Teufel fährt, aber ich bin schneller, weg, auf der Flucht vor den Russen. Nicht zu fassen bis Murmansk sind es nur noch 296 Kilometer, für mich eine Kleinigkeit für die Gebirgsjäger war es damals ein unerreichbarer Weg, der in den Tod und die Vernichtung führte.

Oh, was macht meine Erziehung, mein Gefühl mit mir. Ich tue den Russen Unrecht an. Sie wurden überfallen, ausgebeutet, erschossen, vernichtet, ohne Gnade. Das habe ich in den Museen ja gesehen. Sie waren Untermenschen deren Leben keinen Wert hatte und sie verendeten unter unmenschlichen Umständen zu Tausenden in deutschen Arbeitslagern.

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