Weidmannsheil! G. H. M.

Titel: Weidmannsheil! G. H. M. (Gestern – Heute – Morgen).

Thema: Die Gefangennahme der Partisanen auf der Insel Skogerøya (N) durch die Marine Artillerie Abteilung 4/517.

Gewidmet: Frants Oswald Wärriö, 45 Jahre, am 1.12.1943 wegen Spionage zum Tode verurteilt. Cornelia (Cor) Wilhelmina Maria Baltussen und Maria (Riet) Elisabeth Baltussen aus Elst (NL).

Mit Dank an: Johan B. Siira; Heljar Siira Farnes, Kirkenes / Tromsø (N); Helge Stærk, Ropelv / Kirkenes (N).

  • Originalgröße: 140/100 cm.
  • Technik: Acryl, Leinwand.
  • Entstanden: 2010.

Inspiration: Auszug aus meinem Tagebuch zur Norwegenreise 2009.

Helge kratzt mit seinem Speedboot die Kurve und wir gehen auf die Suche nach der unbekannten Partisanenhöhle. Raus aus der Wasserbucht nach Nord-Westen. Erst bemerken wir eine Höhle oben im Felsen, aber diese wurde mit drei gegen eine Stimme abgelehnt. “Die Lage ist gleichbedeutend mit Selbstmord, einsehbar von Mestersand (Kjelmøya), das ist nicht möglich”, werde ich berichtigt.

Wir suchen weiter, rein in die Bucht, welche Vater bei erneuter Überlegung als die Richtige angab. Nichts zu sehen. Helge legt an einer Felssteinböschung an. Ich traue meinen Augen nicht, was für ein blöder Platz zum aussteigen, alle Felsen und die Felswände sind mit Seetang bewachsen und glitschig wie der Teufel, dazu auch noch dazwischen all die mit Seewasser gefüllten Löcher, Spalten und Ritzen. Ich lasse allen höflich den Vortritt, und bevor ich mich versehe ist Helge schon wie eine Katze rüber über die Felsen und steht nach 50 Meter auf dem von mir so ersehnten sicheren Boden. Johan geht voran und hilft seinem Sohn, der rutscht weg. Das wegrutschen tue ich lieber alleine und es funktioniert tatsächlich. Ich kann mich an dem Seetang festhalten und versuche vorsichtig mit den Füßen Halt zu bekommen. Dann springt Johan auf einen 1 Meter entfernten Felsen, er hat es geschafft, gibt seinem Sohn beide Arme und zieht ihn mit hinüber, oh, oh, was suchen die beiden nach ihrem Gleichgewicht, beinahe wären sie ins Wasser gefallen. Jetzt haben sie allerdings den Seetang hinter sich und können auf rutschfreien Felsen an Land kommen. Ich denke an den alten Seemannsspruch “Eine Hand fürs Schiff, die andere für Dich”. Also halte ich mich mit einer Hand immer am Seetang fest. Zum Schluss muss ich doch rüber, eine Hand für Johan und die andere am Seetang, gelungen. Wie wohl fühlt man sich doch auf sicherem Terrain. Ich laufe ein bisschen ziellos guckend herum, während Helge wie ein Bergziege mal hier und mal dort hinter einem Felsen auftaucht, dann kommt der Ruf: “Höhle, hier, hallo, hallo, hierher, Höhle”.

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